Wer sich mit Vertriebsformen in der Versicherungsbranche oder auch im Internet beschäftigt, wird sich früher oder später die Frage stellen: Was ist Network Marketing eigentlich? Und wie funktioniert es? In manchen Branchen handelt es sich dabei um die dominierende Vertriebsform, während in anderen Bereichen beispielsweise der Direktvertrieb weiter verbreitet ist.
Das grundsätzliche Funktionsprinzip dieser Vertriebsform ist schnell erklärt. Der Anbieter beschäftigt keine angestellten Verkäufer, sondern überlässt die Vermarktung seiner Produkte einer Gruppe von sogenannten Vertriebspartnern. Dabei handelt es sich um formal selbstständige Personen oder Firmen, welche die Produktlinie des Anbieters auf Provisionsbasis verkaufen. Trotzdem sind sie häufig durch entsprechende Vereinbarungen exklusiv an einen bestimmten Anbieter gebunden.
Die Vertriebspartner können in der Regel auf Werbematerialien des Anbieters zurückgreifen und erhalten von diesem oftmals eine Schulung bei der sich die Frage, was ist Network Marketing erübrigt. Gegenüber den Kunden treten sie als Ansprechpartner oder Vertreter des Anbieters auf. Sie tragen das unternehmerische Risiko ihres Verkaufserfolgs, sodass sie in der Regel motiviert sind, möglichst viel zu verkaufen. Einsatz und harte Arbeit zahlen sich aus, denn die ausbezahlten Provisionen spiegeln den Verkaufserfolg unmittelbar wieder.
Verglichen mit dem Direktvertrieb profitiert der Anbieter von geringeren Fixkosten. Die Höhe und Staffelung der Provisionen ermöglicht es außerdem, gezielt den Verkauf bestimmter Produkte zu fördern. Da die Vertriebspartner häufig hierarchisch als Strukturvertrieb organisiert sind, wird auch der Konkurrenzkampf angespornt. Den besten Verkäufern winkt der Aufstieg und die Möglichkeit, an den Abschlüssen von untergeordneten Verkäufern mitzuverdienen.
Der Strukturvertrieb gilt daher als eine Möglichkeit, sich schnell hochzuarbeiten und seine eigenen Einkünfte in kurzer Zeit deutlich zu steigern. Der Traum vom schnellen Reichtum wird dabei von den Anbietern oftmals bewusst angefacht. Im Schnitt verdienen die Vertriebspartner dennoch mehr als angestellte Verkäufer, sie haben ihren Erfolg aber zu einem höheren Grad selbst in der Hand.
Was ist Network Marketing aus der Sicht des Kunden. Es besteht die Gefahr, dass Quoten und Provisionen beim Vertragsabschluss die Richtung vorgeben. Vertriebspartner haben oftmals Quoten für bestimmte Vertragsformen oder Produkte zu erreichen. Um die jeweilige Quote zu erfüllen, werden solche Produkte, bei denen der Partner ins Hintertreffen zu geraten droht, daher bevorzugt angepriesen. Dies liegt dann natürlich unter Umständen nicht im Interesse des Kunden.
Auch bei den Provisionen gibt es oft Unterschiede, die manche Vertragsabschlüsse für den Vertriebspartner attraktiver machen als andere. Dies hat ebenfalls eine Steuerungsfunktion, und was die beste Wahl für den Kunden wäre, beschert dem Partner nicht immer die höchste Provision. Daraus ergibt sich beim Network Marketing ein Interessenskonflikt, der uns wiederum zur Frage zurück führt, was ist Network Marketing?











